Alle Absonderungen brennen auf Teilen, über die sie fliessen: Tränenstrassen, Wundheit der Haut, die vom Kot berührt wird. Eiterungsneigung
Chron. Durchfall, erhebliche Flatulenz; Durchfall meist zur Zeit des Aufstehens (nicht viel)
Immer durstig
Übermässiges Haaren mit Schuppenbildung, trockenes Haarkleid, Hautausschläge mit heftigem Jucken ( bei Zimmertemperatur); Hautwunden heilen schlecht
INDIKATIONEN
Chron. Durchfall (v.a. bei älteren Tieren ohne ausgeprägte Ursache)
Juckreiz und Ekzeme der Haut (Abklären lassen, wenn kein Erfolg!)
Chron. Halsentzündung
Wenn nach längerer Krankheit kaum mehr Reaktionsfähigkeit des Organismus
MODALITÄTEN
Verschlimmerung: längeres Stehen, nach Schlaf, nach Fressen, Licht, Baden, Kontakt mit Wasser, Wolle
Besserung: Trockenes warmes Wetter, Liegen auf der rechten Seite
KONSTITUTIONELLE MERKMALE
Tier ist schlank, ja mager, immer hungrig, schlecht verdauend, unordentlich, liederlich, unsauber, verschmutzt, empfindlich auf schlechte Gerüche; oft (Liege-) Schwielen und Verhornungen. Patient leicht erregbar und nervös. «Führerpersönlichkeit». Tier erträgt keine Hitze und Kälte - will aber immer frische Luft. Ausdünstungen sind übelriechend.
ALLGEMEINES ÜBER SULPHUR
Sulfur ist eines der wichtigsten homöopathischen Mittel mit einem sehr breiten Anwendungs- bereich, insbesondere bei chronischen Krankheitsprozessen. Zu beachten sind auch die bei Verabreichung von Sulfur relativ häufig auftretenden Erstverschlimmerungen, speziell bei Hauptproblemen. Erstverschlimmerungen sind normalerweise ein gutes Zeichen, denn sie zeigen, dass das Mittel wirkt. In solchen Fällen das Mittel vorübergehend absetzen und war- ten, bis Reaktion abklingt.